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Hoffnungsvoller Nachwuchs

Die Neugierde war groß, die Überraschung größer. Mehr als 130 Auszubildende des internationalen Dachdecker-und Klempnerhandwerks sowie des Fachhandels reisten am 8. Juni 2018 ins südschlesische Koszcin. Aus Deutschland, England, Irland, Österreich, Polen, Schottland und Tschechien kommend, war ihnen kein Weg zu weit und keine Bemühung zu groß. Schließlich ging es um die Teilnahme am Enke Impulscamp International. Die Erstauflage der Veranstaltungsreihe fand 2014 in Düsseldorf statt. Es folgten Termine in verschiedenen Großstädten und 2016 das erste internationale Impulscamp in Südtirol. Inzwischen ist die Teilnahme für viele Azubis Pflicht – es hat sich herumgesprochen, mindestens einmal im Leben dabei sein zu müssen!

Einer der ersten Impulscamp-Teilnehmer ist der damalige Spengler-Azubi Stefan Eder aus Hall in Tirol. Eder war schon drei Mal dabei – zuletzt in Polen, wo er als gestandener Spenglermeister Auszubildende betreute und mit ihnen über Karrierechancen im Dachhandwerk sprach. Als Dachprofi ist er lebender Beweis dafür, dass vom E-Team ausgehende Impulse wirken! In den sozialen Medien machte Eder kürzlich mit seinem als Arschtritt-Post bekannten Feedback von sich reden: „Das Enke Impulscamp sorgt für neue Betriebe. Ich habe diese Woche meinen Werkstatt-Mietvertrag unterschrieben und kaufe gerade Maschinen. Bin sozusagen Step-by-Step auf dem Weg in die Selbstständigkeit. Daher danke ich Enke für den Arschtritt damals“, schrieb er.

Impulscamper wie Stefan Eder veranschaulichen das Veranstaltungskonzept sehr deutlich. Laut Hans-Ulrich Kainzinger (Inhaber und Geschäftsführer des Enke-Werks) sind sie der beste Grund, das Impulscamp auch zukünftig auszurichten. „Im weitesten Sinne geht es uns darum, dem Nachwuchs Perspektiven aufzuzeigen“, so Kainzinger, der das Impulscamp zur Chefsache erklärt und dem Branchennachwuchs somit entsprechende Anerkennung entgegenbringt (s. Infobox).

Mach dein Ding und glaub an dich!

Impulscamp-typisch und in bewährter Weise wurden die Teilnehmer in internationale Teams aufgeteilt, in welchen sie unterschiedliche Aufgaben zu lösen hatten. Geschicklichkeitsübungen mit Anseilschutz mussten sie ebenso bewältigen wie Konzentrationsübungen beim Bogenschießen oder Handfestes beim Bau von Spenglerpfeifen bzw. dem Abdichten mit Flüssigkunststoff. Höhepunkt war das Tauziehen, bei dem die internationalen Mannschaften ihr Punktekonto kraftvoll zu verbessern suchten. Die Wettkämpfe förderten nicht nur den Teamgeist, sondern vermittelten den Jugendlichen ein gemeinsames Erfolgserlebnis.

Darüber hinaus nutzten die Auszubildenden die Gelegenheit, sich bei den Mitarbeitern des E-Teams über unterschiedliche Weiterbildungsmöglichkeiten zu informieren. Eigens zur Information der Jugendlichen wurden Projektpaten aus den Reihen des E-Teams bestimmt. Als Spezialisten verschiedener Wissensgebiete beantworteten sie Fragen zur Meisterausbildung, der Weiterbildung zum Industriekletterer, dem zeitbegrenzten Lehrstellentausch oder zum Teilstudiengang Gebäudehülle.

Ein besonderer Programmpunkt war der bildgewaltige und inspirierende Vortrag von Spenglermeister, Firmeninhaber und Filmemacher Peter Trenkwalder aus Südtirol. Trenkwalder gab den interessierten Zuhörern Tipps und Tricks zum Thema „Karriere im Dachgewerk“ an die Hand. Außerdem zeigte er anhand seines eigenen Werdegangs verschiedene Weiterbildungsmöglichkeiten und Karrierechancen auf. Trenkwalders Botschaft lautete: „Mach dein Ding und glaub an dich!“

Überraschung für den Chef

Das Impulscamp 2018 wurde auch auf politischer Ebene wahrgenommen. Ansprachen des Bürgermeisters sowie des Landrates vermittelten den Jugendlichen entsprechende Wertschätzung. Als Dankeschön gab es für sie sowie für den polnischen Enke-Partner Kalamala tosenden Applaus und für Hans-Ulrich Kainzinger sogar eine spontane Flugeinlage. Dabei ließen die begeisterten Azubis den überraschten Enke-Chef nicht nur hochleben, sondern auch hoch fliegen. Verdienterweise, denn allein die Organisation zur erfolgreichen Durchführung war eine logistische Meisterleistung.

www.enke-werk.de

Warum macht Enke das?

So denkt Hans-Ulrich Kainzinger über den Nachwuchs

Das Klischee vom demotivierten und untalentierten Lehrling teile ich schon lange nicht mehr. In meinen Gesprächen mit jugendlichen Impulscamp-Teilnehmern fällt mir auf, wie neugierig und interessiert diese sind. So werde ich zum Beispiel immer wieder direkt darauf angesprochen, warum Enke Veranstaltungen für Lehrlinge durchführt, obwohl dabei kein Geld verdient werden könne. Allein die Tatsache, dass sich Azubis über wirtschaftliche Zusammenhänge Gedanken machen, zeigt doch, wie weit ihre Kombinationsgabe ausgeprägt ist. Wenn entsprechende Angebote absolut nicht mit herkömmlichen Geschäftsmodellen übereinstimmen, schlussfolgern viele Auszubildende: Enke macht das, weil der Nachwuchs wichtig ist. Genau darum geht es und das haben die Impulscamp-Teilnehmer nicht nur verstanden, sondern größtenteils sogar verinnerlicht!

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