Baumetall Ausgabe: 04-2019

Noch weitsichtig oder schon betriebsblind?

  1. Teil: Noch weitsichtig oder schon betriebsblind?
  2. Teil: Andreas Buck

Es brennt In vielen Fachbetrieben bereits lichterloh und auch unter meinen Fingernägeln: Der Mangel an Fachkräften und Auszubildenden spitzt sich zu! Ja, ich weiß, dass Sie das wissen. Und ja, ich höre Sie schon sagen: Dem Buck fällt nichts mehr ein. Schreibt immer dasselbe. Über fehlende Lehrlinge. Hab ich auch schon bemerkt. Guten Morgen, Buck!

Zur Erinnerung Im Kommentar unserer Mai-Ausgabe habe ich gefragt, ob Sie Interesse an einer Ideensammlung mit praxiserprobten Tipps zur Bewerbung freier Ausbildungsplätze haben. Nur ein einziger Leser hat sich daraufhin gemeldet. Liegt das etwa daran, dass alle anderen längst genügend Auszubildende und Fachkräfte beschäftigen? Wohl kaum! Ich vermute eher, dass sich in der Klempner- und Spengler-branche inzwischen Resignation breitmacht: Bringt ja doch nichts. Wozu der Stress. Verlorene Liebesmüh, höre ich zahlreiche Unternehmer sagen.

Aufgeben ist keine Option Die aktuelle Ausbildungsmisere ist DIE Großbaustelle der Branche. Es geht um ALLES oder NICHTS! Gerade wir Klempner, die wir für gewöhnlich fast alle Bauteile selbst anfertigen können, müssten doch allergrößtes Interesse an einem Baukasten zur Zukunftssicherung haben(?). Sonst ziehen wir es doch auch immer vor, zuerst darüber nachzudenken, wie wir Durchdringungsverwahrungen oder Anschlussprofile selbst herstellen, bevor wir entsprechende Produkte zukaufen. Eigeninitiative steht somit für die meisten von uns an erster Stelle. Gilt das nicht auch bei der Anwerbung von Azubis?

Zeit im Umbruch Gut. Gesellschaftlich ist derzeit vieles im Wandel begriffen. Denken Sie nur an gescheiterte Fraktionsvorsitzende. Oder an unbeliebte Präsidenten. Oder an Menschen, die keinerlei Verantwortung übernehmen wollen. Mich wundert es nicht, dass Hauptstadtflughäfen nicht fertiggestellt werden.

Werte Schaffen Zum Glück sind wir Klempner anders! Wir sorgen mit unseren Bauelementen aus langlebigen Baumetallen dafür, dass Gebäude beständig sind. Dass Klempnerdächer die darunter lebenden Menschen möglichst lange schützen. Dass Grundbedürfnisse wie Sicherheit oder Geborgenheit gedeckt werden. Dumm nur, dass gerade die jüngeren Bewohner genau diese Tatsachen als gegeben und normal betrachten. Es ist nun einmal so, dass nur wenige den Stellenwert soliden Handwerks schätzen und sich deshalb nur schwer vorstellen können, ein Teil davon zu sein.

Leuchtturm sein Betrachtet man das große Ganze, wird klar, wie wichtig es ist, immer und immer wieder darüber zu sprechen, was Klempner leisten und was sie können! Klar ist auch: Wer unermüdlich auf sich und seine Kompetenz aufmerksam macht, der wird gehört. Nur so gelingt es, das Interesse der Öffentlichkeit zu erregen.

Anlässe schaffen Passende Geschichten haben wir zuhauf. Richtig erzählt, haben sie das Zeug dazu, gerade junge Menschen zu begeistern, und genau darum geht es jeden Tag …

Herzlichst Ihr

Klempnermeister Andreas Buck (Chefredakteur)

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