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Aperam informiert

Edelstahl-Architektur im Alltag

Auf der Dach + Holz in Köln informierte das Aperam-Team umfassend über das entsprechende Produktsortiment. Dieser Beitrag zeigt anhand bereits realisierter Bauvorhaben beispielhafte Einsatzmöglichkeiten von Aperam-Produkten auf.

In Rain am Lech eröffnete am Rand eines Neubaugebiets mit vielen jungen Familien 2025 die Kindertagesstätte Am Holunderweg. Um sie für bis zu 126 Kinder zu einem Wohlfühlort zu machen, legte sie das Büro Wilhelm Architekten als eingeschossigen, ringförmigen Baukörper mit zentralem Atrium aus. Zu der nachhaltigen Holzbauweise passt der langlebige, überwiegend aus Recyclingmaterial hergestellte und umweltneutrale Bedachungswerkstoff: Das rund 2000 m² große Pultdach ist mit Uginox Top 304 eingedeckt. Die Bayerische Architektenkammer wählte das Projekt im Rahmen der „Architektouren 2025“ als beispielhaften Bildungsbau aus. Auch bei der Dachentwässerung hat nichtrostender Stahl einen festen Platz, so auch in Rain. Dort bestehen Regenrinnen, Fallrohre und anderes Dachzubehör des Gebäudekomplexes aus Uginox Top 304.

Gesund bauen

Um Kindeswohl geht es auch bei einem anderen Projekt, bei dem sichtbares Holz und wertiger „Inox-Stahl“ ein positives Umfeld schaffen: beim neuen Kinderspital in Zürich-Lengg. Für die Architektur zeichnet das renommierte Architekturbüro Herzog & de Meuron verantwortlich. Das oberste Geschoss des Klinikkomplexes ist den Patientenzimmern vorbehalten. Jeweils mit einem großen Fenster und einem eigenen Dachelement ausgestattet, wirken die Zimmer wie individuelle Stadthäuser. Für die 125 Pultdächer, die insgesamt ungefähr 9000 m² ausmachen, fiel auch hier die Wahl auf Uginox Top 304. Zierlich-elegante Saumrinnen schließen die Dachflächen ab und sorgen für die Regen- und Schmelzwasserabfuhr.

Uginox Top und Uginox Patina

Die austenitischen Uginox-Top-Typen 304 (EN 1.4301) und die noch korrosionsbeständigere, molybdänhaltige Sorte 316 (EN 1.4404) entsprechen dem Wunsch, das cleane Aussehen über die gesamte Lebensdauer zu erhalten. Optisch sind die Oberflächen edelmatt, vergleichbar mit glasperlengestrahlten Ausführungen. Im Falle von Uginox Top wird die reflexionsarme Oberfläche allerdings durch Walzmattierung erzielt. Die industrielle Fertigung ermöglicht ein Höchstmaß an Gleichmäßigkeit. Zudem sind die winzigen Vertiefungen und Erhebungen, die den matten Gesamteindruck ausmachen, auf mikroskopischer Ebene glatt und gleichmäßig. Atmosphärische Verschmutzungen können nur schwer anhaften, die Selbstreinigung durch Regen- und Schmelzwasser tut ihre Wirkung.

Martin Michlmayr (Sales Manager Roofing Germany & Austria) hat noch eine zweite Produktlinie parat: „Für Anwendungen, in denen eine dekorativ optisch alternde Oberfläche erwünscht ist, bietet Aperam eine ferritische, verzinnte Uginox-Ausführung an. Auch hier stehen zwei Grundwerkstoffe zur Wahl. Bei Uginox Patina K41 ist es die Sorte EN 1.4509. Für korrosivere Umgebungsbedingungen ist der Werkstoff Uginox Patina K44 bestimmt, der auf der molybdänlegierten Sorte EN 1.4521 basiert. In beiden Varianten lässt die Verzinnung mit der Zeit eine dunkle, tiefmatte Patina entstehen – daher auch der Name.“

Diese Ausführung kam im Kindergarten Vogtsburg-Bischoffingen zur Anwendung. Der ferritische Grundwerkstoff ermöglichte Scharenlängen bis zu 19,50 m, denn er zeichnet sich durch einen niedrigen Wärmeausdehnungskoeffizienten aus. Bei einer Erwärmung um 100 °C dehnt er sich pro laufendem Meter lediglich um 1,1 mm aus. Ganz gleich, ob bei Gluthitze oder Eiseskälte: Die geringe Wärmeausdehnung verhindert auch bei langen Bauteilen, dass Falz- und Lötnähte übermäßigen Spannungen ausgesetzt werden.

Da der ferritische Grundwerkstoff von Uginox Patina ohne das hochpreisige Legierungselement Nickel auskommt, ist er auch eine besonders wirtschaftliche Lösung. Daher findet er nicht nur bei repräsentativen Neubauten oder in der Denkmalpflege Verwendung, sondern auch bei nüchternen Wohn- und Zweckbauten. So zum Beispiel im österreichischen Linz. Dort galt es, ein Ensemble aus 14 mehrgeschossigen Wohnhäusern zu sanieren. Errichtet worden waren sie Mitte der 1970er-Jahre.

Über Jahre hinweg waren an den leicht geneigten Dachflächen mit ihrer umlaufenden Attika und der innen liegenden Dachentwässerung immer wieder Dichtigkeitsprobleme aufgetreten. Schließlich entschied sich der Eigentümer, eine Wohnungsbaugesellschaft, dazu, die insgesamt 5600 m² Dachfläche mit Uginox Patina K41 zu erneuern. Nun sind die Dächer ertüchtigt – und das für Jahrzehnte: Das Österreichische Institut für Baubiologie und -ökologie (IBO) beziffert die Referenz-Nutzungsdauer von Eindeckungen aus nichtrostendem Stahl im Mittel auf 80 Jahre.

Komfortabel kompatibel

Dachentwässerungen und Zubehörteile aus Uginox setzen keineswegs Eindeckungen aus nichtrostendem Stahl voraus. Sie bewähren sich vielmehr an Dächern aus jedwedem Material, auch bei Flächen mit bituminösen Baustoffen. Uginox ist nicht nur gegen deren Ablaufwässer beständig, sondern nimmt auch in direktem Kontakt keinen Schaden. Die sogenannte Metalllässigkeit – also die Abschwemmung potenziell schädlicher Metallionen – ist laut Hersteller kein Thema. Daher eignet sich Regen- und Schmelzwasser von Uginox-Dächern uneingeschränkt für die Nutzung als Grauwasser oder zur Bewässerung. Wegen ihrer Anwendungsbreite haben führende Hersteller von Dachrinnen und Zubehör Standardprodukte nach EN 612 in Uginox Top und Uginox Patina im Sortiment.

Umweltverträglich ist der Bedachungswerkstoff aber auch durch seine Produktion. Hergestellt wird Uginox in Europa. Elektro-Lichtbogenöfen erschmelzen ihn zu bis zu 90 Prozent aus Recyclingmaterial. So bringt dieses Baumetall gute Architektur, Wirtschaftlichkeit und umweltfreundliches Bauen auf einen gemeinsamen Nenner.

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