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Fachgespräche in Datteln

Rheinzink-Handwerkertreff 2008

Seit über 40 Jahren liefert der Zinkhersteller Rheinzink hochwertige, langlebige und ökologisch unbedenkliche Produkte. Darüber hinaus ist das Unternehmen für seinen umfangreichen Service sowie die regelmäßige Präsentation von Neuheiten, neuen Erkenntnissen und Entwicklungen bekannt. Vor diesem Hintergrund fand Ende Mai ein Handwerkertreff im Informationszentrum in Datteln statt, an dem über 70 Handwerkspartner aus ganz Deutschland, der Schweiz und Südtirol teilnahmen. Das dreistündige Fachprogramm beinhaltete aktuelle Themen zu den Bereichen:

  • Neue Windlasten gemäß DIN 1055-4
  • Blitzschutz am Metalldach - Stand der Normung
  • Nachhaltiges Bauen mit Rheinzink - Stand der Entwicklung in Deutschland und Europa

Den Fachvorträgen folgten intensive Diskussionen und ein Erfahrungsaustausch zwischen Handwerk und Industrie. Anschließend wurde der langjährige Rheinzink-Mitarbeiter Fridolin Behning nach über 40-jähriger Tätigkeit in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet (siehe auch S. 7 in vorliegender Ausgabe).

Windlastnorm nach EurocodeDIN 1055-4 - Auswirkungen auf die Klempnertechnik

Rheinzink-Anwendungstechniker Thomas Bühlmeyer ermöglichte spannende Einblicke in die Geschichte der bereits vor 70 Jahren erstmals erstellten Konzepte zur Windlastnormung. Schon im Jahr 1938 verfolgte die Fachwelt das Ziel, die Einwirkung starker Winde auf Metalldachflächen durch Regelungen, Vereinheitlichung und Erfassung der Böenwirkung für Deutschland zu bewerten. Bis heute erfuhr das umfangreiche Regelwerk mehrmalige Änderungen. Beispielsweise wurden aerodynamische Beiwerte nach den Erfahrungen bei der Sturmkatastrophe 1961 in Schleswig-Holstein einheitlich in ganz Deutschland angepasst.

Die zentrale Frage des Vortrages lautete: Wie werden sich die Änderungen der Norm heute und in Zukunft auf die Klempnertechnik auswirken? Bekanntlich wurde die Windlastnorm vor dem Hintergrund der zeitnahen Anpassung an den Eurocode erneut überarbeitet. In der aktuellen Fassung liegt die DIN 1055-4 bereits seit der bauaufsichtlichen Einführung am 1. Januar 2007 vor. Zur Berechnung der Statik und entsprechender Bestimmung der Haftbereiche für Metallbedachungen veröffentlichte der Zentralverband Sanitär Heizung Klima im Juni entsprechende Tabellen. Diese Tabellen stehen beispielsweise als Gratis-Download auf https://www.baumetall.de/ im Bereich BAUMETALL-Extra zur Verfügung. Aktuell besteht eine gültige Normen-Koexistenz von Eurocode und beispielsweise der deutschen Lastnorm DIN 1055-4. Ab dem 1. April 2010 wird der Eurocode voraussichtlich alleinige Gültigkeit haben.

Blitzschutz am Metalldach – Neue Normung DIN EN 62305 (VDE 0185-305)

Gewitter entstehen durch komplexe meteorologische und topographische Zusammenhänge. Interessant: 90 % der Entladungen erfolgen innerhalb der Gewitterwolke und nur 10 % als Erdblitze. Besonders die Frage, ob Metallbedachungen und Metallfassaden als Blitzschutzeinrichtungen zulässig sind, beantwortete Marcus Büscher, anwendungstechnischer Berater bei Rheinzink, sehr ausführlich. Mit dem Hinweis, dass es derzeit keine zwingend vorgegebene Vorschrift für Schutzanlagen gäbe, verwies er jedoch auf die Landesbauordnungen, die hauptsächlich bei öffentlichen Gebäuden entsprechende Schutzeinrichtungen fordern.

Bereits seit Oktober 2006 gilt die DIN EN 62305 (VDE 0185-305) „Blitzschutz“ und ersetzt die Vornormen der Reihe VDE V 0185:2002. Die neuen Normen der Reihe DIN EN 62305 stellen ein umfassendes Gesamtkonzept zum Blitzschutz dar und enthalten allgemein zu befolgende Grundsätze für den Schutz von baulichen Anlagen. Ferner werden wesentliche Begriffe zum Blitzschutz sowie den Blitzschutzsystemen und Schutzklassen definiert. Nach einer Vorstellung der Normen wies Marcus Büscher darauf hin, dass die Nutzung des Metalldaches als natürlicher Teil eines Blitzschutzsystems Vorteile gegenüber anderen Dachbekleidungen bietet. Zudem bedeutet der entsprechende Verzicht auf Fangleitungen und Fangspitzen Kostenersparnis und verhindert eine gestalterische Beeinträchtigung („Igeldach“).

Fazit: Das Metalldach bietet als „natürliche Fangeinrichtung“ perfekten Blitzschutz. Die Einschlagwahrscheinlichkeit eines Blitzes ist abhängig von der geografischen Lage und den Abmessungen eines Gebäudes und nicht, wie irrtümlich oft angenommen, von der Art des Dachbaustoffes.

Ein Blitzeinschlag beeinträchtigt die Funktion des Metalldaches (Witterungsschutz, Blitzschutz, Brandschutz) nicht. Eventuell auftretende Durchschmelzungen lassen sich ohne großen Aufwand durch Löten oder Eindichten beheben.

Nachhaltiges Bauen mit Rheinzink

Was bedeutet Nachhaltigkeit? Mit dem Zitat „Entwicklung zukunftsfähig zu machen heißt, dass die gegenwärtige Generation ihre Bedürfnisse befriedigt, ohne die Fähigkeit der zukünftigen Generationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse befriedigen zu können!“, begann Ivonne Seiler, anwendungstechnische Rheinzink-Beraterin, ihre Ausführungen. Das Thema Nachhaltigkeit wird zukünftig immer stärker die Entscheidung für oder gegen einen bestimmten Werkstoff beeinflussen. Das bestätigen aktuelle Entwicklungen, wie beispielsweise das von der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB) eingeführte Nachhaltigkeits-Zertifikat für Gebäude oder die vom Bundesministerium für Verkehr-, Bau- und Wohnungswesen herausgegebene Broschüre „Leitfaden Nachhaltiges Bauen“.

Ivonne Seiler verwies unter anderem auf die Umweltdeklaration nach ISO 14025 und die Datengrundlage für ökologische Gebäudebewertung. Quantitative und qualitative Aussagen machte sie auch zu Einsatz und Verarbeitung, Rohstoffgewinnung und Herstellung, Umwelteinflüssen und gesundheitlichen Aspekten sowie zur Ökobilanz und Lebenszyklus von Rheinzink. Zur Argumentationsunterstützung bei Planern und Bauherren gibt Rheinzink aktuell die AUB Umweltdeklaration nach ISO 14025 sowie die Broschüre „Nachhaltiges Bauen mit Rheinzink“ heraus.

Baumetall-Infobrief

Speziell zum Rheinzink-Handwerkertreffen wird Ende August ein Infobrief erscheinen, der ausführliche Inhalte und Hintergrundinformationen zu den drei Fachreferaten beinhaltet.

Nutzen auch Sie diese zusätzlichen BAUMETALL-Informationen.

Wie?

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Wo?

Im Internet auf https://www.baumetall.de/!

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