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Unterkonstruktionen für Steckfalz­paneele

Under Construction

Neben klassischer Wandbekleidung mit Doppelsteh- und Winkelfalz­vberbindung geben Steckfalzpaneele den Architekten Raum, Gestaltungsideen in einer ästhetischen und modernen Bauweise umzusetzen. Die Steckfalzpaneele bieten Gestaltungsmöglichkeit in vertikaler oder horizontaler Ausrichtung, in einer Baubreite zwischen ca. 200 bis 333 mm und einem Fugenmaß zwischen 5 und 20 mm.

Im Gegensatz zu klassischer Falztechnik, bei der die Bekleidung auf eine Holzschalung montiert wird, erfolgt hier die Montage meist direkt auf eine lineare Unterkonstruktion. Die Unterkonstruktion besteht im allgemeinen aus Wandkonsolen und darauf montierten Tragprofilen aus Aluminium. Diese Aluminium-Unterkonstruktion hat die Holzunterkonstruktion in dem Bereich der Steckfalzpaneele fast vollständig verdrängt. Gründe hierfür sind:

  • Der Taupunkt der Fassaden ist durch die aufgebrachte Wärmedämmung in diese gewandert. Eine Holzunterkonstruktion würde daher regelmäßig in feuchter Wärmedämmung liegen.
  • Bei großen Dämmstoffstärken ist die Holzunterkonstruktion anfällig für Verzug und aufwendig aufzubringen. Dies gilt insbesondere dann, wenn Holz mit einem zu hohen Feuchtigkeitsgehalt eingebaut mit.
  • Zudem trocknet Holz unter Sonneneinwirkung und schwindet. Eine Metall­bekleidung wird sich jedoch erwärmen und ausdehnen. Dieses im Vergleich zur Metallbekleidung gegensätzliche Verhalten kann zu Spannungswellen in der Fassadenbekleidung und so zu optischen Mängeln führen.
  • Auch ist die Brandlast einer Holzunterkonstruktion eine höhere im Vergleich zu nicht brennbaren Metall­unterkonstruktionen.

Neben all diesen technischen Vorteilen gibt es einen weiteren, in der Kalkulation ebenfalls sehr wichtigen. Die Arbeitszeit für die Montage der Unterkonstruktion. Auch hier haben die Unterkonstruktionen aus Aluminium die Nase vorne. Sie sind schnell montiert, denn Flucht und Lot lassen sich sehr schnell herstellen.

UK für Horizontalsysteme

Doch nun zu den Unterkonstruktionen für die beiden Arten der Steckfalzpaneele im Einzelnen. Für die horizontal ausgerichteten Steckfalzpaneele wird eine vertikale Unterkonstruktion benötigt (siehe Zeichnung 1). Die Konsolen werden mit bauaufsichtlich zugelassenen Schrauben und Dübeln in der Wand verankert. Zwischen Wand und Konsole kommt noch eine thermische Trennung mit einem Isolator. Mit der Konsole wird die Wärmedämmung überbrückt. An der Konsole werden dann die vertikalen Tragprofile und auf diese die Steckfalzpaneele montiert. Wichtig ist bei den Systemen der vorgehängten hinterlüfteten Fassade, dass man die schon im Namen beschriebene Hinterlüftung sicherstellt. Die Norm fordert hierbei einen Hinterlüftungsraum von mindestens 20 mm. Besser sind jedoch 30 – 40 mm.

Um dies sicher zu stellen, muss die Vorderkante des vertikalen Tragprofils um eben diese 30 – 40 mm vor der Wärmedämmung stehen. Damit keine Kleintiere den Raum zum Nisten oder Brüten nutzen oder darin Unterschlupf suchen, ist am oberen wie auch unteren Abschluss ein Lochblech zu montieren, das dies verhindert.

Diverse Systeme

Verschiedene Hersteller bieten derartige Unterkonstruktionssysteme an. Die Unterschiede liegen dann vor allem darin, wie schnell und einfach die Systeme zu verarbeiten sind. So bietet das Eurofox-System bei jeder Konsole einen Klemmzungen-Mechnismus, der die Tragprofile zum einen während der Montage hält und eine einfache und stufenlose Ausrichten ermöglicht, bevor sie mit Bohrschrauben oder Nieten an den Konsolen endgültig befestigt werden. Der maximale Toleranzausgleich von 40 mm gibt Sicherheit, auch größere Toleranzen am Bauwerk einfach auszugleichen. Meist wird der Isolator separat zu den Konsolen geliefert. Bei Eurofox ist er jedoch schon standardmäßig auf der Konsole aufgeclipst. Man hat dadurch eine Schachtel weniger auf dem Gerüst, was die Montage erleichtert und eine Fehlermöglichkeit ausschaltet.

UK für vertikale Steckfalzpaneele

Vertikale Unterkonstruktionen sind heute in der vorgehängten Fassade Standard. Anders verhält es sich jedoch bei horizontalen Unterkonstruktionen. Das Problem ist, dass normale Konsolen (auch gerne als Wandwinkel bezeichnet) nicht dafür ausgelegt sind, die Lasten der Fassade abzutragen, wenn die Tragprofile horizontal gespannt werden. Eurofox hat für diese Fälle die Konsole XFOX entwickelt. Der XFOX ist in seiner Bauweise ausgesteift. Auf diese Weise ist er ideal für die Aufnahme der Lasten bei horizontal gespannten Tragprofilen geeignet.

Das Tragprofil kann bei vertikalen Steckfalzpaneelen auch direkt an der Wärmedämmung sitzen. Ein Problem mit der Hinterlüftung gibt es trotzdem nicht, denn die Luft kann im Steckfalzprofil zirkulieren. Mit dem XFOX, der Konsole für horizontal gespannte Unterkonstruktionen, ist diese Art der Unterkonstruktion genauso einfach herzustellen, wie die bekannten vertikalen Systeme.

Fazit

Unterkonstruktionen aus Aluminium für die vorgehängte Fassade haben die traditionelle Holzunterkonstruktion schon weitgehend verdrängt. Sie zeichnen sich durch ihre Dauerhaftigkeit sowie ihre Unempfindlichkeit und Beständigkeit gegenüber Feuchte und Korrosion aus. Auch sind sie bei immer dicker werdenden Wärmedämmungen schneller zu montieren. Eurofox bietet als Partner der Klempner montagefreundliche Systeme für vertikale oder horizontale Steckfalzpaneelbekleidungen und viele weitere Bekleidungsarten.

*Christian Fürholzer ist Geschäftsführer der Rooftech GmbH, der Eurofox-Generalvertretung Deutschland.

AUTOR: Christian Fürholzer*

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Bauherr: Reichert GmbH, Wildberg

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