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Großer Lauschangriff

Wenn Kinder zu Teenagern werden, benötigen sie weniger – die Eltern dagegen besseren Schlaf. Das trifft besonders dann zu, wenn an Wochenenden laute Musik und eingeladene Klassenkameraden die Nacht zum Tage machen. Dass sich viele leidtragende Eltern in solchen Situationen einen Rückzugsort wünschen ist nachvollziehbar. Genauso erging es auch Frau und Herr M., die ihr Schlafzimmer aus besagtem Grund ins Dachgeschoss und somit direkt unter das gerade sanierte und hervorragend wärmegedämmte Stehfalzdach verlegten. Außer dem Ehebett sowie einem direkt angrenzenden Ankleidebereich platzierte das Ehepaar sogar eine freistehende Badewanne am Fenster der neuen Wohlfühloase. Die großzügige Fensterfront unter dem neu gedeckten Gaubendach sorgt für genügend Tageslicht – abends beeindruckt der Blick aus der Wanne über die benachbarte Dachlandschaft. Der Raum wird über stufenlos schräg zu stellende Fenster gelüftet. Gegenüber oft verbauten Dachfenstern ist diese Art der Frischluftzufuhr überaus vorteilhaft, denn der Luftaustausch ist sogar bei Regen möglich. Alles in allem also ideale Schlaf- und Wohlfühlbedingungen? Fast! Denn gerade bei Regen störte bis vor Kurzem ein penetrantes Tropfgeräusch die nächtliche Ruhe …

Ursachenforschung

Mit der Beseitigung lästiger Tropf- und Trommelgeräusche hatte schon fast jeder Metalldachprofi zu tun. Ob nach entsprechenden Hilferufen immer wirkungsvolle Gegenmaßnahmen ergriffen werden konnten, ist hingegen nicht bekannt. Auch der in diesem Fall zurate gezogene Klempnergeselle fand zunächst keine plausible Erklärung, zumal vollflächig aufliegende Stehfalzbedachungen bekanntlich überaus leise sind. Nach der Kontrolle aller im Dachbereich verbauten Stehfalzprofile stand daher schnell fest: Alle Scharen liegen auf. Und weil die Geräusche bei kalten sowie bei warmen Außentemperaturen auftraten, konnten durch thermische Ausdehnung verursachte Spannungswölbungen und damit einhergehende Hohlräume ebenfalls ausgeschlossen werden.

Erst zahlreiche Beregnungsversuche später entpuppte sich vom Dachrandprofil auf das Fenstersimsprofil abtropfendes Wasser als Übeltäter. Für Abhilfe sorgte das rückseitige Anbringen der selbstklebenden M.A.S.C.-Akustik-Trennlage ATL/Akos.

M.A.S.C.-Akustik-Trennlage

Werden Stehfalzscharen aus verschiedenen Baumetallen rückseitig mit der selbstklebenden Akustik-Trennlage ATL/Akos von M.A.S.C. kaschiert, gehören störende Geräusche wie prasselnder Regen oder Abtropfgeräusche auf Abdeckprofilen oder metallgedeckten Dächern rasch der Vergangenheit an. Die hochwertige und hochwirksame Akustik-Trennlage sorgt für eine Schalldämpfung um bis zu 8 dB (siehe Infokasten). Die Trennlage ist einseitig selbstklebend und für alle gängigen Metalle wie Aluminium, Edelstahl, Kupfer oder Titanzink geeignet. Erfolgt der Kaschiervorgang in der Werkstatt, werden ein sehr hoher Vorfertigungsgrad und somit kurze Montagezeiten erreicht. Die schimmel- und fäulnisbeständige Trennlage eignet sich daher auch perfekt für elementierte Konstruktionen. Außerdem ist die M.A.S.C.-Akustik-Trennlage ATL/Akos gegenüber Stoffen wie Motoröl, Benzin, Reinigungsmittel oder Bitumen resistent.

Die speziell zur akustischen Bedämpfung metallischer Dacheindeckungen und Fassadenelemente entwickelte Schallschutzbahn besteht aus hochwertigem Polyolefin und ist unterseitig mit einer alterungsbeständigen Acrylat-Selbstklebebeschichtung ausgerüstet. Die Kaschierung von Stehfalzscharen für Dächer oder Fassadenelemente ist folglich ebenso möglich wie das Unterkleben von Fensterbänken, Attikaabdeckungen und anderen Abdeckprofilen. Die Trennlagendicke beträgt rund 0,5 mm und das Flächengewicht stattliche 0,8 kg/m². Standardbreiten von 150 und 300 mm sind vorrätig – weitere Abmessungen auf Anfrage lieferbar. In Rollenlängen von 100 lfm lässt sich die selbstklebende Trennlage von Hand oder maschinell auf Stehfalzscharen kaschieren. Perfekt gelingt dies beispielsweise mit der Schlebach-Foliermaschine FBM. Vollflächig auf Metallprofilen oder Scharen aufgeklebt, minimiert die Trennlage sogenannten Körperschall und leistet damit einen wesentlichen Beitrag zur Lärmbekämpfung.

Interessante Betrachtungsweise

Lärmschutz ist das Ziel aller Maßnahmen der Lärmbekämpfung, die das Wohlbefinden von Menschen und Tieren in Bezug auf Lärm sichern. Der Begriff Schallschutz ist gleichbedeutend mit dem Begriff Lärmschutz, wenn es darum geht, vor schädlichem Schall zu schützen. Die Maßnahmen der Lärmbekämpfung betreffen schwerpunktmäßig den Schutz vor Umgebungslärm, der z. B. durch lärmbelastete Gebäudeteile erzeugt wird. Mögliche Geräuschquellen sind Abtropfgeräusche auf Dachflächen und Profilen oder Wasserrauschen in Rohren. In Deutschland werden verschiedene Lärmarten durch das Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) und weitere Verordnungen definiert. Auf europäischer Ebene wurde bereits 2002 die Umgebungslärmrichtlinie verabschiedet. Diese ist seit 2005 durch das Gesetz zur Umsetzung der EG-Richtlinie über die Bewertung und Bekämpfung von Umgebungslärm (Änderung der §§ 47 a-f BImSchG) und die Verordnung über die Lärmkartierung (34. BImSchV vom März 2006) in nationales Recht umgesetzt.

Lärmschutzrichtlinien und -methoden

Neben gesetzlichen Regelungen zum Schallschutz existieren auch technische Richtlinien wie die DIN 4109 (Schallschutz im Hochbau). Darin sowie im Beiblatt 1 werden Schallschutz-Mindestanforderungen durch Ausführungsbeispiele und Rechenverfahren dargestellt. Ergänzend dazu weist die VDI-Richtlinie 4100 Schallschutzstufen für Wohnräume aus. Fachleute, die sich mit Lärmschutzmethoden befassen, sprechen von:

  • aktivem Lärmschutz, der Maßnahmen an der Schallquelle, z. B. Dämmung von Industrieanlagen, Flugverbote, Errichtung von Lärmschutzwänden und -wällen, umfasst;
  • passivem Lärmschutz, der Maßnahmen am Immissionsort wie die Verwendung von Lärmschutzverglasung bei Fenstern oder eben den Einsatz der Akustik-Trennlage ATL/Akos bei Metall-dächern, -fassaden und -simsen beinhalten kann.

Unterschied zwischen Schalldämmung und -dämpfung

Die Schalldämmung bezeichnet die Behinderung der Schallausbreitung von Luftschall oder Körperschall in angrenzende Räume durch Schallre-flexion des sich ausbreitenden Schalls an einzelnen Unstetigkeitsstellen. Unter Schalldämpfung wird eine Behinderung der Schallausbreitung durch Absorption von Luftschall verstanden. Bei der Schallabsorption wird die Schallenergie in nicht hörbare Schwingungsenergiewellen umgewandelt und dementsprechend die Reflexion an einer Grenzfläche vermindert. Fachgerecht angewendete Schalldämpfungsmaßnahmen sorgen somit für mehr Lebensqualität und Ruhe unterm Dach. Außerdem entkräften sie das Vorurteil: „Ein Metalldach ist laut.“ Die Akustik-Trennlage ATL/Akos von M.A.S.C. ist dazu perfekt geeignet, denn sie bewirkt keine klassische Schalldämmung, sondern eine effektive Schalldämpfung.

Prozentuale Schallminderung

Herkömmliche Schalldruckmessungen am Schlafplatz oder Analysen störender Umweltgeräusche führen oft zu unbefriedigenden Ergebnissen. Oft werden gemessene Geräusche mit jeder Messung lauter empfunden, als es der Messwert vorgibt. Besonders vom Schalldruckpegelmesser als nur sehr wenig laut gemessene Geräusche können betroffene Personen regelrecht in den Wahnsinn treiben. Abhilfe schafft die bewusst herbeigeführte „Umwandlung“ des Hörverhaltens sowie die damit einhergehende Neuauswertung eines Schalles im Gehirn. Dieser Effekt ist mit der Lautheitsanalyse* exakt messbar bzw. betrifft laut M.A.S.C. auch die Akustik-Trennlage ATL/Akos. Bei einer Beklebung von 50 bis 60 % der Deckfläche wird der entstehende Körperschall nahezu vollständig beseitigt. Die prozentualen Werte entsprechen somit bei:

  • Aluminium 30 %
  • Edelstahl 15 %
  • Kupfer 15 %
  • Titanzink 15 %.

* Lautheit nach Prof. Zwicker, gemäß DIN 45631

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