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Wichtiges Treffen der Klempnerbranche

Das gab es noch nie! Wie es ist und vor allem wie es bei uns Klempnern bestenfalls sein sollte, besprachen im April 2019 elf Repräsentanten fünf verschiedener Interessenvertretungen der Klempner sowie zwei Fachpressevertreter. In der St. Augustiner ZVSHK-Zentrale dachten sie über geeignete Maßnahmen zur Optimierung und Koordinierung zukünftiger Branchenaktivitäten nach. Um es vorwegzunehmen: Alle fünf Institutionen verfolgen identische Ziele. Sie handeln ausschließlich und im Rahmen ihrer Möglichkeiten zum Wohle des deutschen Klempner- und Spenglerhandwerks.

Hintergrund: Seit geraumer Zeit wurde in zahlreichen Gesprächen mit der BAUMETALL-Redaktion Unmut über zunehmende Missstände laut. Warum benötigen wir gleich drei Kampagnen zur Nachwuchswerbung?, klagten die einen. Aus welchem Grund ist die Ausbildung so praxisfremd?, die anderen. Aber auch die enorme Termindichte im Branchenkalender sowie eine immer weiter voranschreitende Verzettelung auf mitunter allerkleinsten Veranstaltungen von Verbänden, Innungen, Handelshäusern und der Industrie sorgen für Unmut. Die Verkündung der Klempnerkrise durch die Bild-Zeitung sowie der Rückgang neu abgeschlossener Ausbildungsverträge um mehr als 16 % brachte das Klempner-Fass endgültig zum Überlaufen oder anders ausgedrückt – veranlasste immer mehr Branchenkenner dazu, ihren Frust zu äußern. Der Leidensdruck war zuletzt dermaßen hoch, dass sich die Repräsentanten von Arbeitskreis Ausbildung, Europäischem Klempner- und Kupferschmiedemuseum, Internationalem Interessenbund Baumetalle (iib), Spenglermeister-Vereinigung Bayern (SMV) und ZVSHK verabredeten, um die Situation zu beurteilen. Der auf Mitinitiative der BAUMETALL-Redaktion zustande gekommene Gesprächsmarathon dauerte mehrere Stunden und verlief vom ersten Augenblick an auf Augenhöhe. Moderiert wurde der Gedankenaustausch von Betriebsberaterin Barbara B. Beyer aus Undenheim, die entsprechende Aussagen thematisch sortierte und die Ergebnisse professionell bündelte. Das Treffen endete zwar ohne die Festlegung eines Folgetermins, aber dafür mit der Übereinkunft, zukünftig enger zusammenzuarbeiten, um wichtige Aufgaben auf mehreren Schultern zu verteilen.

Es ist tatsächlich Zeit zu starten – nicht nur für Azubis, sondern auch für Fachbetriebe und deren Interessenvertretungen. Die fünf wichtigsten haben erkannt, wo der Schuh drückt. Eine echte Großbaustelle ist die fehlende, uneffektive Azubiwerbung in den meisten Fachbetrieben. Weitere Diskussionsthemen waren zum Beispiel:

  • die Änderung der Ausbildungsberufsbezeichnung,
  • die event. Schaffung länderübergreifender Ausbildungsfachklassen
  • die Wichtigkeit des Deutschen Klempnertages
  • die Entwicklung gegenseitigen Verständnisses …
… und damit verbunden die Einsicht, dass die bisherige Kommunikationsstruktur fehlerhaft war, wodurch die Entwicklung von Parallelwelten geradezu gefördert wurde. Wenn es den Beteiligten jetzt gelingt, Kräfte zu bündeln, profitiert die gesamte Branche von damit zusammenhängenden positiven Effekten. Der BAUMETALL-Zwischenstand lautet: Die Klempnerbranche ist stark und sie macht Lust auf Zukunft. Weitere Gespräche und dann hoffentlich auch konkrete Ergebnisse sollen folgen – eine ergänzende Berichterstattung ebenfalls.

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