In den Werkstätten der Robert-Bosch-Schule (RBS) in Ulm fand im Februar 2026 der zweite Teil der Gesellenprüfung der Klempner-Landesfachklasse Baden-Württemberg für den Winter 2025/2026 statt. Sage und schreibe 37 angehende Gesellinnen und Gesellen traten an, um ihr Können in Theorie und Praxis unter Beweis zu stellen.
Das Herzstück der praktischen Prüfung bildete die Planung und Fertigung eines Rinnenkessels aus 0,7 mm starkem Kupfer. Die Prüflinge mussten hierbei den gesamten Prozess – von der Konstruktion der Abwicklungen bis zur handwerklichen Ausführung der Bauteile – selbstständig bewältigen. Ergänzt wurde die praktische Arbeit durch ein auftragsbezogenes Fachgespräch. Trotz des straffen Zeitplans von insgesamt 16 Stunden zeigten die Auszubildenden einen bemerkenswert hohen Kenntnisstand. Die Prüfungskommission hob besonders die freundliche Atmosphäre und die erstklassige Qualität zahlreicher Werkstücke hervor.
Frauen-Power im Handwerk
Ein besonderes Highlight der diesjährigen Winterprüfung war die Leistung der drei teilnehmenden Frauen. Die Absolventinnen erreichten im Gesamtergebnis über 90 Punkte und unterstrichen damit eindrucksvoll, dass das Klempnerhandwerk längst keine reine Männerdomäne mehr ist. Die herausragenden Bestmarken der Prüfung setzten Natascha-Michelle Fritsche (Barensteiner ohG, Wangen im Allgäu) mit 98,00 Punkten sowie Ellen Pottiez (BeRu GmbH, Ettenheim) und Lisa Reithmeier (Fa. Steinmetz, Göggingen) mit jeweils 93,00 Punkten. Die erfolgreiche Durchführung der Prüfung an der Robert-Bosch-Schule markiert einen wichtigen Meilenstein für die Fachkräfte von morgen, die mit diesem Abschluss bereit sind, Fassaden und Dächer fachgerecht mit Metall zu bekleiden.