Springe auf Hauptinhalt Springe auf Hauptmenü Springe auf SiteSearch

Gartenobjekte aus Metall

Dr. Ing. Claus Thumm kam über seine Promotion und eine Anstellung beim Maschinenbauer Trumpf auf die Blechbearbeitung. Mit seinem eigenen Unternehmen und einem kleinen Mitarbeiterteam erarbeitete er sich dann ab 2004 einen Ruf als Experte für präzise CNC-Bearbeitung und Dienstleister für Laserschneiden und Laserschweißen. Um der harten Konkurrenz in der reinen Auftragsfertigung zu entkommen, suchte Claus Thumm schon früh die Spezialisierung und Möglichkeiten, mit eigenen Produktserien zum Hersteller zu werden. So beispielsweise mit einem Spannsystem zum Bau von Vorrichtungen zum Laserschweißen oder mit Dachgestellen für Solarthermieanlagen. Der Durchbruch gelang dann eher zufällig. „Über die Vorbereitungen zu einer Gartenschau bin ich mit dem Fachbereich Landschaftsarchitektur der HfWU Nürtingen-Geislingen ins Gespräch gekommen. Für die Gartenschau entwickelten wir erste Gartenobjekte in Cortenstahl – und stießen bei Besuchern, Landschaftsarchitekten und Gartengestaltern auf ein riesiges Interesse“, erinnert sich der Schwabe. Das ist über 10 Jahre her. Heute liefert er unter der Marke Gartenmetall Gartenobjekte und Stadtmöbel. Das Unternehmen wächst kontinuierlich. Mit seinen aktuell rund 100 Mitarbeitern beliefert das Unternehmen Kommunen und Landschaftsarchitekten, aber auch Privatleute mit Edelstahl-, farbbeschichteten und feuerverzinkten Objekten. Das sind zum Beispiel hochwertige Pflanztröge, elegante Brunnensysteme, unverwüstliche Sitzbänke, Feuerschalen, Sichtschutzwände und vieles mehr bis hin zu luxuriösen Gartenküchen in Edelrostoptik. Die Kollektion füllt Jahr für Jahr einen fast 500 Seiten starken Katalog, der regelmäßig an alle Kunden und Interessenten verschickt wird – die zugehörige Website zeigt noch mehr.

Die Bedienung der neuen Schwenkbiegemaschine zu erlernen war dank der grafischen Steuerung POS 2000 Professional nicht schwer

Bild: Schröder Group

Die Bedienung der neuen Schwenkbiegemaschine zu erlernen war dank der grafischen Steuerung POS 2000 Professional nicht schwer
Der Saugplattenanschlag, eine Erfindung der Hans Schröder Maschinenbau GmbH

Bild: Schröder Group

Der Saugplattenanschlag, eine Erfindung der Hans Schröder Maschinenbau GmbH

Persönlicher Besuch überzeugt

Zum Abkanten der Konstruktionen setzte das Unternehmen über viele Jahre auf klassische Abkantpressen. Dann wurden dem Ingenieur Claus Thumm auf einer Messe die Möglichkeiten moderner Schwenkbiegemaschinen gezeigt – und er war sofort interessiert. Der ebenso agile wie  heimatverbundene Unternehmer hatte sich eigentlich bereits für einen Anbieter aus der Region entschieden, als er bei der schwäbisch-gewissenhaften Evaluierung von Vergleichsangeboten auf die Maschinen der Hans Schröder Maschinenbau GmbH stieß. Was der regionale Vertriebsmitarbeiter der Schröder Group dann in Nürtingen präsentierte, überzeugte genug, um die Einladung in das Schröder-Werk am Stammsitz nach Wessobrunn-Forst anzunehmen. Selbst lange im Maschinenbau tätig, gefiel Claus Thumm sehr, was er dort an Technologien und Prozessen in der Fertigung sah.

Das persönliche Gespräch mit Inhaber Franz Schröder bestätigte seinen Eindruck einer kompetenten und zugleich familiären Atmosphäre. „Auch ich schwätz mit fast jedem Besucher persönlich. Unternehmer sollten das einfach tun“, sagt der schwäbische Ingenieur und führt aus: „Es hat mir gefallen, dass Herr Schröder ein ähnliches Verständnis von Serviceorientierung hat wie ich. Die Maschine, die mir für unsere Anforderungen passend angeboten wurde, hat mich technisch sofort begeistert. Das Servicepaket inklusive Remote-Support konnte mich dann vollends überzeugen.“

Was Claus Thumm gleich bei seinem Besuch in Wessobrunn-Forst kaufte, war eine PowerBend Professional 3.200 für 3 mm starke Bleche. Die Schwenkbiegemaschine mit ihrer in der Schröder Group entwickelten Steuerung erlaubt eine Teilautomation der Blechbearbeitung. Dank der Ausstattung mit Up-and-down-Biegewange können auf der Maschine Gegenkantungen ausgeführt werden, ohne dass das Blech gewendet werden muss. Dass es nach einmaligem Anschlagen ein Biegeprogramm automatisch durchlaufen kann, wird durch den patentierten Saugplattenschlag ermöglicht. Dazu wird das Arbeitsstück an der waagerecht gestellten Biegewange angeschlagen, pneumatisch fixiert und für die Bearbeitung präzise bewegt. Die Steuerung übernimmt und positioniert das Blech automatisch für alle Büge einer Seite.

Dr. Ing. Claus Thumm mit Meister Mark Schmid und Maschinenbediener ­Markus Hauf

Bild: Schröder Group

Dr. Ing. Claus Thumm mit Meister Mark Schmid und Maschinenbediener ­Markus Hauf

Präzise und abdruckfrei

Der neue Prozess verlangte, dass Konstruktionen teilweise minimal geändert werden mussten. Auch die Umstellung auf die neue Maschine und Arbeitsweise nahm das Gartenmetall-Team gern in Kauf – die Vorteile des Schwenkbiegens gegenüber dem Gesenkbiegen waren einfach überdeutlich. Konnten die Mitarbeiter die oft großen Bleche nur zu zweit handhaben und abkanten, können jetzt alle Produkte bis hin zu großen Sichtschutzwänden von einem Maschinenbediener allein bearbeitet werden. Einmal mit einer pneumatischen Hebevorrichtung auf den flachen Tisch der Blechbiegemaschine gehoben, lassen sich die Bleche auf den eingelassenen Rollen leicht und rückenschonend bewegen. „Man schafft nicht nur mehr – es ist auch einfach viel gesünder für die Mitarbeiter“, sagt Claus Thumm. Was alle in der Firma begeistert, sind die Präzision und die Wiederholgenauigkeit, die sich mit der Schröder-Schwenkbiegemaschine erreichen lassen. Und während man früher selbst mit Schutzfolien immer die Gefahr von Oberflächenbeschädigungen hatte, können jetzt auch glänzende Bleche einfach abgekantet werden. „Das abdruckfreie Biegen ist bei Sichtteilen wie unseren Objekten schon ein Riesenvorteil.“

Radius-Step-Biegen als neues Verfahren

Neben der Steigerung der Effizienz in der Blechumformung, der größeren Wiederholgenauigkeit und der verbesserten Ergonomie profitiert man bei der Thumm Technologie GmbH durch einen zunächst unerwarteten Zugewinn: Das Verfahren des Radius-Step-Biegens hat sich als ungemein nützliche und oft genutzte Fertigungsoption erwiesen. Dabei wird das Blech mit der Oberwange gegen die Unterwange und die in einem Winkel angestellte Biegewange gedrückt, wodurch eine leichte Rundung entsteht. Dies wird nun beliebig oft in beliebig feinen Schritten wiederholt. Das Ergebnis ist ein perfekt rund gebogenes Blech, dem man nichts von seiner schrittweisen Umformung ansieht. „Wir lieben dieses Verfahren und wie es dank der Steuerung des beweglichen Saugplattenanschlags automatisch ausgeführt wird“, bekennt Claus Thumm. 

Wichtige Details in Rot und Gelb: Durch Sicherheitsschranken und einen Fußschalter ermöglicht Schröder, dass man an der PowerBend Professional Werkstücke auch von der Vorderseite der Maschine her anschlagen kann. Diese Bedienung analog zu einer Handabkantbank ist besonders bei schmalen Blechen beliebt

Bild: Schröder Group

Wichtige Details in Rot und Gelb: Durch Sicherheitsschranken und einen Fußschalter ermöglicht Schröder, dass man an der PowerBend Professional Werkstücke auch von der Vorderseite der Maschine her anschlagen kann. Diese Bedienung analog zu einer Handabkantbank ist besonders bei schmalen Blechen beliebt

Tags