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Der iib ist erwachsen!

Insider wissen es: Die Geschicke des iib (Internationaler Interessenbund Baumetalle) liegen mir besonders am Herzen – mit dem iib verbundene Chancen für unsere Branche ebenso. Natürlich beanspruche ich diese ganz besondere Beziehung nicht für mich alleine – im Gegenteil. Und so habe ich mit großer Freude zur Kenntnis genommen, dass der iib nach seiner Gründung im Jahr 2011 den Stellenwert erreicht hat, der ihm gebührt. Ich sage Ihnen auch warum: Wenn rund 80 iib-Mitglieder aus allen Teilen Deutschlands, Italiens, Österreichs und der Schweiz den Weg nach Sterzing in Südtirol auf sich nehmen, dann muss sich die weite Anreise lohnen. Und gelohnt hat sich der Besuch beim iib allemal. Die Hauptversammlung des Branchenvereins inszenierte iib-Präsident Peter Trenkwalder mit seinen Vorständen überaus professionell, ohne dabei steif, künstlich oder gar verunsichert zu wirken. In lockerer, fast familiärer Atmosphäre führte Trenkwalder durch das straffe Programm. Selbst Routinen wie die Wahl der Stimmenzähler, die Abstimmung zahlreicher Beschlüsse oder die Entlastung von Kassierern, Kassenprüfern und Vorständen machten Spaß. Wohlwollend stelle ich fest: Der iib hat allen Grund zur Freude, denn die bislang geschafften Etappenziele können sich durchweg sehen lassen. So weit so kurz!

Fachkräftemangel ist eine Lüge

Umfangreicher gestaltet sich der Rückblick auf das bisher Geschaffte. „Unsere Arbeit trägt Früchte“, stellt Trenkwalder fest. Er schildert, wie die Imageförderung der Klempner- und Spengler-Branche durch den iib funktioniert. Dann weist er auf den großen Erfolg der drei iib-Imagefilme hin und lobt die immer bessere Vernetzung der Kollegen – selbst über Landesgrenzen hinweg.

Die Aussage des iib-Präsidenten „Fachkräftemangel ist eine Lüge“ polarisiert, doch Trenkwalder erklärt auch gleich, warum das so ist: „Fachkräftemangel gibt es nur, wenn wir es zulassen, denn es kommt darauf an, wie wir mit der Situation umgehen.“ Dann berichtet Trenkwalder, dass Spengler in Südtirol aktuell den stärksten Zuwachs aller Handwerksberufe erfahren, und er ist sich sicher, dass dies an der vorbildlichen Imagearbeit seiner Kollegen liegt. Entsprechende Beispiele werden nicht nur den iib-Mitgliedern präsentiert, sondern immer wieder in Zeitungen, sozialen Medien und auf Veranstaltungen vorgestellt. „Das iib-Netzwerk funktioniert, weil es gute Kooperationen zwischen guten Unternehmern gibt“, so Trenkwalder und weiter: „Man spricht über uns. Die iib-Filme wurden im Internet nahezu 130 000 Mal aufgerufen und das mithilfe des iib initiierte Klempner-Kinderbuch nahezu 10 000 Mal verkauft.“ Mirko Siegler aus Bürstadt setzt das Mini-Klempnerbuch zum Beispiel zum Vorlesen im Kindergarten ein und ein Schweizer Berufsschullehrer nutzt die englische Fassung, um seinen Azubis englische Fachbegriffe beizubringen.

Internationales Netzwerk

Dass Klempner und Spengler gut daran tun, ihr Fachenglisch auszubauen, bestätigten Christian Kaufung und Max Fürthbauer. Beide verbrachten ein Auslandsjahr im australischen Fachbetrieb Architectural Roofing and Wall Cladding (ARC) des iib-Mitglieds Jürg Wilk. Auf der iib-Versammlung schilderten Sie ihre Erlebnisse und legten ihren Kollegen ans Herz, ebenfalls Erfahrung im Ausland zu sammeln. An dieser Stelle erwähne ich auch den von Prefa und dem iib organisierten Besuch deutscher Azubis bei schwedischen Kollegen (s. Seite 18). Außerdem erlebt Klempnergeselle Sven Viete gerade bei ARC in Sydney eine lehrreiche Zeit und Compagnon Alexandre Lepand transportiert jede Menge Berufserfahrung aus Südtirol nach Frankreich. Umgekehrt bringen Mitarbeiter aus dem Ausland Fachwissen, Kultur und neue Ideen in die Gastbetriebe. Wenn das kein triftiger Grund ist, den Austausch mit Kollegen weiter auszuweiten. „Das Beste dabei ist, dass unser Fachwissen weder digitalisiert noch kopiert werden kann“, sagt Trenkwalder, der das Reisen und den damit verbundenen Austausch als wichtigstes Rüstzeug für die Zukunft junger Leute bezeichnet.

Seitenblick und Treffen der Generationen

Obwohl die iib-Mitglieder nach dem offiziellen Programm die Baustelle des Brenner-Basistunnels besuchten, bewiesen sie alles andere als einen Tunnelblick. Offen für Neues besuchten sie anschließend das internationale Enke-Impulscamp (s. Seite 16) und feierten mit dem Branchennachwuchs bis spät in die Nacht. Spätestens jetzt war den iib-Mitgliedern klar: Unser Nachwuchs ist deutlich besser, als viele meinen, und der iib ist erwachsen geworden. Weiter so!

www.iibnetwork.com

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