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Klempnertreff in Titisee

Der Fachverband SHK-Baden-Württemberg veranstaltete Anfang Februar 2020 den 24. Klempnertreff Baden-Württemberg. Landesfachgruppenleiter Robert Smejkal begrüßte die über 140 Teilnehmer und Teilnehmerinnen. Neben einer auffallend großen Anzahl treuer Stammgäste waren auch neu hinzugekommene junge Teilnehmer mit von der Partie. Der Schweizerisch-Liechtensteinische Gebäudetechnikverband suissetec wurde durch die Spenglermeister Marcel Venzin und Patrik Wickli vertreten – die Landesfachklasse für Klempner an der Robert-Bosch-Schule in Ulm durch Uli Hofelich, Armin Waldbüßer und Thomas Kretschi. Ebenfalls anwesend waren zahlreiche Mitglieder des Klempner-Fördervereins e. V. um Jürgen Pflanz (1. Vorsitzender) und Peter Mast mit seinem engagierten Team vom Klempnergesellen-Prüfungsausschuss. Michael Kober (ZVSHK-Referent Klempnertechnik) und zahlreiche Vertreter des Handels und der Hersteller waren ebenso im Kurhaus Titisee anwesend. „Ziel des Klempnertreffs Baden-Württemberg ist“, wie Robert Smejkal es so treffend formulierte, „ein Treffen der Klempnerfamilie mit aktuellen und innovativen Themen, Gesprächen und Erfahrungsaustausch untereinander, bei dem die Geselligkeit nicht zu kurz kommt.“ Smejkal bedankte sich bei den Anwesenden für ihr Engagement und die Bereitschaft, Klempnernachwuchs auszubilden. Erfreulicherweise und mit einem leichten Zuwachs von sechs Schülern besuchen im aktuellen Schuljahr 200 Azubis (vom 2. bis 4. Ausbildungsjahr) in neun Klassen die Robert-Bosch-Schule in Ulm. Routiniert und wie bereits in den Vorjahren moderierte Dietmar Zahn (FSHK-BW-Geschäftsführer und Leiter Referat Technik) die zweitägige Veranstaltung – das letzte Mal vor Antritt des wohlverdienten Ruhestandes in diesem Jahr.

Dietmar Zahn (FSHK-BW-Geschäftsführer und Referatsleiter Technik) organisierte und moderierte den Klempnertreff Baden-Württemberg zum letzten Mal. Seit dem Debut der Veranstaltungsreihe 1997 hat Zahn 24 Klempnertreffen in Titisee organisiert sowie 22 moderiert. BAUMETALL bedankt sich für seine wertvolle Arbeit und wünscht dem Klempnertreff-Macher alles Gute

Bild: Walter

Dietmar Zahn (FSHK-BW-Geschäftsführer und Referatsleiter Technik) organisierte und moderierte den Klempnertreff Baden-Württemberg zum letzten Mal. Seit dem Debut der Veranstaltungsreihe 1997 hat Zahn 24 Klempnertreffen in Titisee organisiert sowie 22 moderiert. BAUMETALL bedankt sich für seine wertvolle Arbeit und wünscht dem Klempnertreff-Macher alles Gute

Der Focus lag am ersten Tag auf dem Thema „Hinterlüftete Metallfassade“. Brandschutz-Sachverständiger Bernd Prümer von brandschutz.org hielt einen beeindruckenden und praxisbezogenen, 90-minütigen Vortrag zu dem Thema „Brandschutz bei hinterlüfteten Metallfassaden“. Dabei richtete er den Blick auf den Grenfell-Tower-Brand in London und nahm Bezug auf die Landesbauordnung Baden-Württemberg. Dipl.-Ing. (FH) Stephan Schreiber vom Fachverband Baustoffe und Bauteile für vorgehängte, hinterlüftete Fassade e. V. (FVHF) referierte über „Planung, Ausführung hinterlüfteter Unterkonstruktionen bei Metallfassaden“ und „Metallfassade als Gestaltungselement“.

Wer wollte – und es waren nahezu alle Teilnehmer –, nutzte den Abend beim gemeinsamen Essen zum Erfahrungsaustausch. Der Freitagmorgen begann mit dem lebhaften Vortrag von Elke Limmer der Zahlwerk GmbH, Regensburg zu einem der wichtigsten Themen für Handwerksbetriebe: „Reise durch die Betriebswirtschaft – damit unterm Strich mehr übrigbleibt“. Der Sachverständige Dipl.-Ing. Stefan Holz von der Metallbüro Holz GmbH, München verglich anschließend verschiedene Metalldachsysteme und lockerte seinen Vortrag mit zahlreichen Bildern von Schadensfällen sowie Ausführungen zur Fehlervermeidung auf.

Durch seinen sensationellen Vortrag aus der Praxis, inklusive beeindruckender Fotos, zog Flaschnermeister Wolfgang Huber aus Kißlegg die staunenden Teilnehmer und Teilnehmerinnen 75 Minuten lang in seinen Bann. Huber sprach z. B. über Blecheindeckungen aus geschmiedeten Kupferblechen und darüber, wie diese erkannt und erhalten werden können. Er gab Hinweise zur Schadenskartierung und Blechdatierung sowie Konzepterstellung zur Restaurierung. Außerdem thematisierte er die Erneuerung der Blecheindeckung des Treppenturms am Rathaus in Rottenburg ob der Tauber mit Blechen aus Zweitverwertung.

Schlusspunkt des zweitägigen Programms setzte die Vorstellung der Flaschnerei Stelzer in Ellwangen mit dem Thema „Innovative Arbeitsmittel für die Fassadenplanung und Einsatz einer Drohne“. Referent und Firmeninhaber Peter Stelzer ermöglichte durch sehr gute Fotos Einblicke hinter die Kulissen seines Betriebes. Besonders hervorzuheben ist seine hohe Wertschätzung gegenüber seinen Mitarbeitern, weshalb er keine Probleme hat, Auszubildende für seinen Betrieb zu finden. Im Weiteren erwähnte er seine erfolgreiche Öffentlichkeitsarbeit in der Region Ellwangen und zahlreiche Preise, die sein Betrieb gewonnen hat. Stelzer betonte auch, wie wichtig ihm die enge Verzahnung aller Bereiche bei der Umsetzung seiner Projekte ist. Beispielhaft nannte er neue, innovative Lasertechnik bei der Vermessung von Metallfassaden und damit verbundene Vorteile bei der Weiterverwendung digitaler Messdaten im Arbeitsablauf.

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