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Mit Können und Leidenschaft

Ulmer Klempnernachwuchs feiert Freisprechung

Mit der traditionellen Freisprechung endete für 47 Klempnerabsolventinnen und -absolventen der Robert-Bosch-Schule Ulm im März 2026 ihre Ausbildungszeit. Die jungen Handwerker aus den Sommer- und Winterprüfungen wurden im feierlichen Rahmen in den Gesellenstand erhoben. Zahlreiche Gäste – darunter Familienangehörige, Ausbilder, Vertreter des Handwerks und Mitglieder des Fördervereins für Klempner an der Robert-Bosch-Schule Ulm e. V. – nahmen an der Veranstaltung teil.

Zu Beginn begrüßte der Vorsitzende des Fördervereins, Jürgen Pflanz, die Anwesenden und dankte allen Unterstützern der Ausbildung. Das anschließende Grußwort hielt der ehemalige Schulleiter Gerhard Braunsteffer. Er erinnerte daran, dass die Lossprechung ein jahrhundertealtes Ritual des Handwerks ist. Mit dem Gesellenbrief seien nicht nur neue Rechte verbunden, sondern auch Verantwortung für den eigenen Beruf. Zugleich betonte Braunsteffer die Zukunftsfähigkeit des Klempnerhandwerks. Der Beruf sei hochmodern, technisch anspruchsvoll und aktueller denn je. „Sie sorgen dafür, dass Wasser dahin fließt, wo es hinsoll“, sagte er. Mit Blick auf gesellschaftliche Entwicklungen zitierte er einen Zeitungsbeitrag des Kabarettisten Oliver Kalkofe, der Handwerker als die wahren Helden der Zukunft bezeichnet hatte – im Gegensatz zum Trend der Content-Creator würden wieder mehr Macher gebraucht.

Den feierlichen Höhepunkt bildete die Freisprechung durch den Prüfungsvorsitzenden Peter Mast. Er würdigte das hohe Maß an Disziplin während der Prüfungen und bescheinigte den Absolventinnen und Absolventen überzeugende fachliche Leistungen und solide handwerkliche Arbeit. „Alle Bleche, die wir verarbeiten, sind zunächst glatte Blätter – wir geben ihnen Form“, erklärte Mast und verdeutlichte damit die kreative Seite des Berufs. Zugleich verwies er auf neue Aufgabenfelder: „Wir machen Multifunktionsflächen“, sagte er mit Blick auf die zunehmende Mehrfachnutzung von Dächern.

Im Anschluss wurden die Prüfungsbesten des Jahrgangs geehrt. Über ihre herausragenden Leistungen freuten sich Christian Keck, Natascha-Michelle Fritsche, Ellen Pottiez, Lisa Reithmeier und Philipp Straub. Die Auszeichnungen erhielten sie aus den Händen der Präsidentin der Handwerkskammer Ulm, Katja Maier, und der Spenglerkönigin Marion I. Auch erfolgreiche ehemalige Absolventen standen im Mittelpunkt der Veranstaltung. Der amtierende Deutsche Meister im Klempnerhandwerk, Andreas Beck, der ebenfalls in Ulm ausgebildet wurde, erhielt eine besondere Würdigung. Ein weiteres Highlight war der Bericht des ehemaligen Ulmer Schülers Quentin Gramm. Der Silbermedaillengewinner der EuroSkills gab einen informativen Einblick in die Vorbereitung und den Ablauf der europäischen Berufsmeisterschaft.

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