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Artur Kusmins Meisterstück rollt auf Platz 1

Vom Asphalt in die Werkstatt

Wenn ein leidenschaftlicher Skater und gelernter Klempner sein Herzensprojekt plant, kommt etwas Außergewöhnliches dabei heraus. Artur Kusmin hat mit seinem filigranen Skateboard aus Titanzink und Kupfer nicht nur die Jury beim BAUMETALL-Leserwettbewerb überzeugt, sondern mit der vollen Punktzahl ein echtes „Pro-Model“ der Blechbearbeitung abgeliefert. Die Idee für das Sieger-Meisterstück war kein Zufall, sondern die perfekte Fusion aus privater Leidenschaft und beruflichem Können. „Das Skateboarden ist mehr als nur ein Sport, es ist ein Lebensstil“, sagt Kusmin. Diesen Lifestyle wollte er in ein blechernes Objekt übersetzen, das die Vielseitigkeit und Ästhetik der Klempnerkunst unterstreicht. Das Ergebnis ist ein Skateboard, das so präzise gefertigt wurde, dass es in der Welt der Metallverarbeitung einen echten „Trick-Contest“ gewonnen hat.

Das Set-up: Konstruktion mit Präzision

Hinter dem glänzenden Design steckt eine dreitägige, akribische Planungsphase. Kusmin unterteilte sein Projekt in präzise Einzelschritte: vom Anzeichnen und Schneiden bis hin zum komplexen Hämmern, Glühen und Brünieren der Oberflächen. Das Board besteht aus zwei Hauptteilen – einem oberen und einem unteren Teil aus hochwertigem Kupfer –, die durch ein Mittelstück aus Titanzink („Wheelbase“) verbunden sind.

Die handwerkliche Umsetzung erforderte ein extrem breites Repertoire an Techniken. Um die organische Form des Decks zu erreichen, setzte Kusmin auf klassisches Schweifen, Kanten und Bördeln. Besonders anspruchsvoll war das „Bekleiden“ der Struktur: Durch das bewusste Weichglühen wurde das Kupfer so formbar gemacht, dass es sich den gewünschten Kurven perfekt anpasste. Die Verbindung der Bauteile erfolgte anschließend durch fachgerechtes Falzen und Löten mit speziellen Lötmitteln (Sn97Cu3), was dem Objekt nicht nur Stabilität, sondern auch eine saubere Optik verlieh.

Der Feinschliff: Ein „Full Pipe“-Finish

In Skater-Kreisen kommt es auf den Style an – und genau den hat ­Kusmin bei der Oberflächenveredelung bewiesen. Nachdem die Form stand, ging es an die Optik. Durch das Schleifen, Polieren und anschließende Brünieren mit speziellen Färbemitteln wie „Nerofor“ erhielt das Metall eine tiefschwarze, edle Patina, die einen spannenden Kontrast zu den metallisch glänzenden Kanten bildet.

Besonders beeindruckend ist die Detailverliebtheit: Auch die Achsen und Rollenhalter wurden aus Metall so detailliert gefertigt, dass das Board theoretisch einsatzbereit wäre – wären da nicht die edlen Materialien, die es eigentlich viel zu schade für einen „Kickflip“ auf hartem Beton machen. Ergänzt wurde das Meisterstück durch eine eigens angefertigte Minirampe, die als Präsentationsständer dient und das Gesamtbild perfekt abrundet.

Ein verdienter „Drop-in“ an die Spitze

Die Jury belohnte diese herausragende Detailumsetzung mit der Bestwertung von 170 Punkten. Für Artur Kusmin, der seine Meisterprüfung an der Spengler-Meisterschule in Würzburg unter der fachkundigen Anleitung von Ausbilder Arno Fell meisterte, kam diese Auszeichnung völlig überraschend.

Der junge Handwerker, der durch seine höfliche und bescheidene Art angenehm auffällt, konnte sein Glück bei der Preisverleihung kaum fassen. Mit einem Strahlen in den Augen gestand er: „Den goldenen BAUMETALL-Hammer zu gewinnen, war eines meiner größten beruflichen Ziele.“ Dass er dieses Ziel nun so eindrucksvoll erreicht hat, erfüllt nicht nur ihn selbst mit Stolz, sondern ist auch ein Beweis für die exzellente Ausbildung, die er genießen durfte. Die Sonderurkunde von Wettbewerbspate Rheinzink in Form eines echten Skateboards ist für den jungen Spengler nun das ultimative „Pro Model“-Andenken an eine Reise, die in der Werkstatt begann und auf dem Siegerpodest ihren krönenden Abschluss fand. Artur Kusmin hat bewiesen, dass der Klempner von heute nicht nur Metalle verarbeitet, sondern auch mit Leidenschaft Trends setzt – und sich damit den ersten Platz in den Herzen der Leser und der Fachjury redlich verdient.

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