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Schlenker goes Digital, Teil 2

Innenliegende Dachentwässerung

„Herbert Schlenkers Hinweis, bei technischen Details auf seinem Standpunkt zu beharren, ist bemerkenswert und wird heute mit dem Anmelden von Bedenken umschrieben.“

Herbert Schlenker beschrieb schon in den 1950er-Jahren, welche Bedeutung größtmöglicher Sorgfalt bei der Ausführung von innenliegenden Rinnen zuteilwird. Wenn beispielsweise die temperaturbedingte Längenänderung der Rinnenprofile nicht berücksichtigt wird, führt dies zu Rissbildungen und Undichtigkeiten. Schlenkers Tabelle der Richtwerte für die Abstände von Bewegungsausgleichern ist bemerkenswert. Seine Empfehlungen stehen auch heute noch unverändert in der ZVSHK-Klempnerfachregel. Die von Schlenker empfohlenen Blechdicken werden heute aus wirtschaftlichen Gründen selten ausgeführt. Und auch die Möglichkeit, Nahtverbindungen mit Dichteinlagen und versetzten Nietreihen auszuführen, kommt, wenn überhaupt, nur noch im Denkmalschutz zur Anwendung.

Ein weiterer, zwingend zu berücksichtigender und auf jeden Fall mit dem Auftraggeber abzuklärender Aspekt ist die Berechnung der Entwässerungsanlage. Dazu steht in der Klempnerfachregel: In einer innenliegenden Rinne muss nicht nur der Abfluss aus dem Berechnungsregen, sondern zusätzlich der Abfluss eines Jahrhundertregenereignisses sicher abgeführt werden können. Daher müssen Sicherheitsüberläufe mit freiem Ablauf auf das Grundstück vorgesehen werden. Der über die Sicherheitsabläufe austretende Niederschlag muss gefahrlos auf das Grundstück abgeleitet werden.

„Neben dem Einbau von Not- und Signalspeiern ist eine temperatur- und feuchtegeführte Rinnenheizung eine weitere und durchaus sinnvolle Vorsichtsmaßnahme.“

Andreas Buck

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