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Es geht auch ohne IT-Wissen

Digitalisierung einfach gemacht

Kennen Sie das? Die Büroarbeit frisst mehr Zeit, als Ihnen lieb ist. Sie würden den Aufwand gern reduzieren, wissen aber nicht so recht, wie. Teure Software einzukaufen oder einen externen IT-Spezialisten mit der Programmierung zu beauftragen, würde Ihr Budget sprengen. Was also tun? Einen Ausweg können hier No-Code-Lösungen bieten.

Was aber ist das genau? No-Code-Software-Lösungen sind digitale Werkzeuge, mit denen man Programme, Apps oder Automatisierungen erstellen kann – ganz ohne Programmierkenntnisse. Dabei werden modulare Bausteine und vorbereitete Funktionen verwendet, um Anwendungen selbst zusammenzustellen – quasi wie mit digitalen Legosteinen.

Automatisierung spart Zeit

Bis zu 30 % ihrer Arbeitszeit stecken Handwerksbetriebe laut Umfragen in administrative und organisatorische Aufgaben. Manche arbeiten noch mit Papierformularen, Checklisten oder Zetteln. Dabei lassen sich viele Prozesse digital abbilden, auch direkt vor Ort, auf dem Tablet oder Smartphone. Die Möglichkeiten reichen von der Auftrags- und Arbeitszeiterfassung, Aufmaß-Dokumentation und Material­bestellung, Dokumentation von Schäden oder Mängeln bis hin zur Personalplanung, Projektübersicht, Lagerverwaltung und vielem mehr. Auch zeitraubende wiederkehrende Aufgaben, wie etwa die Beantwortung von Anfragen, das Verfassen von Angeboten oder Rechnungen oder die Pflege von Kundendaten und Terminkalendern, lassen sich mit No-Code-Lösungen automatisieren.

Was braucht ein Betrieb dafür?

Wie bereits gesagt, sind keine speziellen IT-Kenntnisse nötig. Es genügt ein innovationsfreudiger und lernbereiter Mitarbeiter, der aufgeschlossen für Technologien ist, Spaß an digitalen Anwendungen hat und gern Probleme löst. Wichtig ist außerdem ein Grundverständnis für die Geschäftsabläufe. Für die Eigenentwicklungen stehen Plattformen und Werkzeuge verschiedener Anbieter zur Verfügung, oft im Abo-Modell mit kostenloser Testphase. Aus einzelnen standardisierten Programmbausteinen lassen sich per Drag and Drop in einer festgelegten Reihenfolge maßgeschneiderte Apps oder Tools für bestimmte Aufgaben zusammenfügen. Oft bieten die Plattformen auch fertige Vorlagen für Handwerker.

Zunächst ist allerdings zu klären, welche Prozesse digitalisiert werden sollen, und der Ablauf muss klar definiert sein. Je eindeutiger die Problemstellung formuliert ist, desto einfacher sind passende Lösungen zu finden. Die dafür erforderlichen Daten müssen sauber, aktuell und zentral abgelegt sein. Und nicht zuletzt müssen alle mitziehen: Die Teammitglieder müssen sich mit den Tools vertraut machen und auch die Zeit dafür haben. Keine Angst: No-Code-Anwendungen sind stets einsteigerfreundlich! Ein Tipp: Fangen Sie klein an. Beginnen Sie mit der Digitalisierung eines einzelnen bestehenden Prozesses und sammeln Sie erste Erfahrungen.

Welche Plattformen eignen sich für Handwerker?

No-Code-Tools ersetzen zwar nicht immer eine komplette Branchensoftware (zum Beispiel für das Rechnungswesen), sie eignen sich aber perfekt zur Ergänzung oder für Eigenentwicklungen. Wohl am gebräuchlichsten ist etwa die Plattform smapOne, deren standardisierte Vorlagen von zahlreichen kleineren und mittelständischen Betrieben genutzt werden. Damit lassen sich Apps bauen, um beispielsweise Formulare und Prozesse mobil zu erfassen.

Die Werkzeuge Zapier oder Make verbinden bestehende Programme und automatisieren diese Abläufe – damit zum Beispiel Kunden automatisch eine Bestätigung erhalten, sobald sie ein Formular ausgefüllt haben. Plattformen wie Glide wiederum können einfache Tabellen (etwa Google-Sheets) in mobile Apps verwandeln – ideal für Inventarlisten, Mitarbeiterübersichten oder Checklisten. Auch Global Player wie Google oder Microsoft sind mit No-Code-Portalen auf dem Markt. Wichtig ist: Bei der Auswahl einer Plattform muss der Betrieb darauf achten, dass die dort angebotenen Lösungen mit der bereits im Unternehmen vorhandenen Software kompatibel sind.

Wie digital ist Ihr Betrieb? Berichten Sie uns!

Wie weit haben Sie schon digitalisiert? Welche Tools haben Sie im Einsatz? Wie sind Sie bei der Auswahl und Implementierung vorgegangen? Kennen und nutzen Sie No-Code-Lösungen? Welche Tipps können Sie Ihren Kollegen weitergeben? Schreiben Sie uns!

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