Spenglerei ist fast Science-Fiction „Die Existenz des Dachhandwerks ist für die Infrastruktur der Zivilisation essenziell“, stellte Mr. Spock nüchtern fest. Na gut, die Dach + Holz liegt noch in der Zukunft, weshalb der Erste Offizier der Enterprise unmöglich bereits dort gewesen sein kann. Doch für einen Vulkanier ist diese Schlussfolgerung schlichtweg logisch – sie bedarf keiner zeitlichen Abfolge, sondern lediglich einer Analyse der Fakten. Spocks Aussage bricht radikal mit dem verstaubten Klischee des bloßen Bauberufs. Sie passt perfekt zum in Halle 8 präsentierten Spengler-Raumschiff und macht die Verbindung zur Science-Fiction sofort sichtbar. Mehr noch: Das Raumschiff aus Titanzink ist der Beweis, dass im modernen Dachhandwerk die Grenzen des Machbaren täglich verschoben werden. Ob Laserstrahlschneiden, 3D-Druck oder die Abwicklung komplexer Geometrien – die Spengler von heute nutzen längst Hochtechnologie von morgen. Am BAUMETALL-Messestand 425 wird diese Entwicklung unmittelbar greifbar, aber nicht nur dort …
Handwerk macht Entertainment Die Messeveranstalter verfolgen das Ziel, die Dach + Holz von einer Fachausstellung in ein waschechtes Erlebnis-Event zu transformieren. Wer in der Zeit vom 24. bis 27. Februar 2026 durch die Kölner Messehallen schlendert, könnte einem Handwerk begegnen, das sich so dynamisch und unterhaltsam wie nie zuvor präsentiert. Während Friedrich „Scotty“ Reinbold bei BAUMETALL das Universum aus Titanzink formt, sorgen spektakuläre Mountainbike-Stunts von Dachdeckermeister Niels Gehrke für Adrenalin. In der Racing-Area treten Besucher in Profi-Simulatoren gegeneinander an oder unternehmen via VR-Brille virtuelle Rundgänge in schwindelerregenden Höhen des Kölner Doms. Technik, Action und interaktive Formate vereinen das moderne Dachhandwerk zu einer Community, die Innovationen feiert und Begeisterung weckt.
Tradition trifft Transformation Viele Handwerker und Aussteller der alten Garde begegnen dem neuen Messekonzept mit Skepsis. Schon jetzt vermissen sie die reine Schau technischer Innovationen und das damit verbundene Entdecken neuer Materialien, Werkzeuge, Maschinen und Systeme. Doch wer anfängt, Veränderung zu verteufeln, hat aufgehört, Zukunft zu gestalten. Die Strategie der Verantwortlichen folgt daher einer zwingenden Notwendigkeit: In Zeiten des Fachkräftemangels reicht es nicht mehr aus, lediglich Produkte auf Paletten zu präsentieren. Um die nächste Generation für Metall, Ziegel oder Holz zu begeistern, bedarf es emotionaler Anker und einer Sprache, die über den Tellerrand der Baustelle hinausreicht. Das „Entertainment“ dient dabei nicht als Selbstzweck, sondern als Türöffner für fachlichen Tiefgang. Ob das neue Messekonzept aufgeht, wird sich zeigen. Deshalb mein Tipp: Wer sich für die Zukunft des Spenglerhandwerks interessiert, sollte unbedingt nach Köln zur Messe fahren. Die Anreise gelingt klassisch mit der Bahn, dem Auto oder – im Sinne wahrer Innovation – mit dem Spengler-Raumschiff.
Herzlichst Ihr
Klempnermeister Andreas Buck
(Chefredakteur)