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Präzision in Rheinzink

Flieger aus Tirol

Wenn Spenglermeister Friedrich Reinbold aus Kärnten seinen Lötkolben aufheizt, führt er Dachhandwerker regelmäßig ans Limit. Im Januar 2026 war es wieder so weit: Der beliebte BAUMETALL-​Workshop „Modellflugzeuge aus Titanzink bauen“ gastierte zum ­dritten Mal bei den Spenglerspezialisten von Eisen­kies in Tirol. Zusammen mit den Spenglermeistern und Workshoptrainern Friedrich und Thomas Reinbold fertigten die Teilnehmer ein Flugzeugmodell an, das ihnen handwerklich alles abforderte – diesmal stand die legendäre ­Focke-​Wulf Fw 190 auf dem Plan. Was beim Original ab 1941 als einmotoriger Tiefdecker in Ganzmetall-Halbschalenbauweise konstruiert wurde, entpuppte sich in der Tiroler Lehrwerkstatt als ultimativer Härtetest in Sachen Zinkblechverarbeitung. Denn erklärtes Workshopziel ist es, dass jeder Teilnehmer sein anspruchsvolles Flugzeugmodell in der knapp bemessenen Zeit tatsächlich „zum Fliegen bringt“. Damit dies gelingt, bietet BAUMETALL einen besonderen Service: Alle Bauteile werden vorab präzise per Wasserstrahl als Bausatz zugeschnitten. Die Teilnehmer formten diese vorbereiteten Rheinzink-Komponenten an Rundbiege-, Sicken- und Schwenkbiegemaschinen. Besonderes Augenmerk verlangte dabei die Detaillierung des stilisierten 14-Zy­linder-Doppelsternmotors. Beim millimeter­genauen Zusammenlöten von Rumpf, Tragflächen und weiteren Zink­elementen war schließlich volle Konzentration gefordert.

Modellbau optimiert Spenglerwissen

Wer Markus Felder, Geschäftsleitungsmitglied bei Eisenkies, beim Löten beobachtet, versteht schnell, warum dieser Workshop inzwischen Kultstatus genießt. „Die Warnung vor akuter Flugzeugmodellbau-Suchtgefahr ist absolut ernst zu nehmen“, schmunzelt er. Für ihn und die Teilnehmer ist das Projekt weit mehr als ein Zeitvertreib. Es ist ein tiefes Eintauchen in die Material­eigenschaften von Titanzink. Die hier geforderte Detailverliebtheit ist exakt das, was den Unterschied auf der Baustelle macht: Wer die komplexen Rundungen eines Flugzeugrumpfes meistert, beherrscht auch die Kunst, anspruchsvolle Fassaden und Bauteile fachgerecht zu bekleiden. Hier wird nicht einfach nur Metall verarbeitet – hier wird Verständnis für Statik, Formbarkeit und dauerhafte Beständigkeit geschaffen.

Friedrich Reinbold bringt es so auf den Punkt: „Alle zum Bau von Flugzeugmodellen angewandten Techniken stammen eins zu eins aus der Spenglertechnik. Ob beim Anfertigen einer Schornsteinbekleidung oder dem Abwickeln eines Glieder­bogens: Zuschneiden, Formen, Löten – all das kennen Spengler aus der täglichen Arbeit an ­Dächern und Fassaden.“ Der Workshop bietet folglich die ideale Bühne, um die eigene Fingerfertigkeit oder die persönliche Löttechnik explizit zu trainieren und zu verfeinern. Für die Teilnehmer ist es eine abwechslungsreiche Möglichkeit, ihre handwerk­lichen Fähigkeiten auf ein neues Level zu heben und die eigenen Skills für die täglichen Herausforderungen am Bau zu optimieren.

Verpassen Sie keinen Take-off!

Wer nun selbst Lust bekommen hat, seinen Lötkolben an einer Focke-Wulf oder einem Starfighter zu testen, sollte den BAUMETALL-Newsletter abonnieren. Nur so ist garantiert, dass Sie kein Workshopangebot ver­passen und sich rechtzeitig einen der begehrten Plätze ­sichern können. Und wer Friedrich Reinbold einmal live in Aktion erleben möchte, sollte BAUMETALL unbedingt auf der Dach + Holz in Köln besuchen. Dort tauscht der Spenglermeister das Flugzeugcockpit gegen die Brücke und baut als „Scotty“ das legendäre TV-Raumschiff Enterprise aus Titan­zink der Marke Rheinzink. Natürlich erfüllt Friedrich Reinbold dabei den gleichen hohen Anspruch an die Zinktechnik wie beim Bau seiner Flugzeuge. Wer die damit verbundene handwerkliche Präzision entdecken oder mit etwas Fantasie die Grenzen der Erdatmosphäre verlassen und in einen echten Spenglerkosmos eintauchen möchte, „beamt“ sich in der Zeit vom 24. bis 27. Februar 2026 auf die Messe. Die Zielkoordinaten lauten: ­Halle 8, Stand 425.

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