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Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) fordert, die für den 1. Januar 2027 vorgesehene Pflicht zur Ausstellung von E-Rechnungen für größere Betriebe auf den 1. Januar 2028 zu verschieben. OneQrew-CEO Benno Quade warnt jedoch davor, die gewonnene Zeit ungenutzt verstreichen zu lassen.
Die E-Rechnungspflicht im Handwerk ist Gegenstand intensiver politischer Diskussionen. Der ZDH begründet seinen Vorstoß mit dem hohen Umstellungsaufwand und der angespannten wirtschaftlichen Lage vieler Betriebe.
Quade zeigt Verständnis für diese Forderung: „Die Forderung über eine mögliche Verschiebung der E-Rechnungspflicht ist nachvollziehbar. Viele Handwerksbetriebe stehen aktuell unter erheblichem wirtschaftlichem und organisatorischem Druck.“
Er weist zudem auf teils unterschiedliche Interpretationen technischer Standards bei Softwareanbietern hin. Gleichzeitig betont Quade, dass eine Verschiebung um ein Jahr die grundlegende Herausforderung nicht beseitigt.
Digitalisierung ist ein struktureller Schritt
Die Digitalisierung der Rechnungsprozesse sei kein kurzfristiges regulatorisches Thema, sondern ein struktureller Schritt hin zu effizienteren und rechtssicheren Abläufen. „Die E-Rechnung wird kommen – unabhängig davon, ob die verpflichtende Umsetzung 2027 oder 2028 greift“, so Quade. Betriebe, die noch mit Software arbeiten, die zentrale Anforderungen wie E-Rechnungsfähigkeit oder digitale Belegverarbeitung nur eingeschränkt unterstützt, sollten die Debatte nicht als Anlass zum Abwarten, sondern als Impuls zur Überprüfung ihrer IT-Landschaft verstehen.
Technologische Hürden sind gering
Technologische Hürden bestehen laut Quade heute kaum noch: Moderne Handwerkersoftware könne E-Rechnungen normgerecht empfangen, erstellen und in bestehende Prozesse integrieren. Entscheidend sei daher weniger die technische Machbarkeit als die konsequente Umsetzung im Betrieb. Dabei gehe es um mehr als die E-Rechnung allein – moderne Softwareplattformen schafften zugleich die Basis für automatisierte Buchhaltung, digitale Workflows und KI-gestützte Assistenzsysteme.
Sein Fazit: Betriebe, die frühzeitig investieren, erfüllten nicht nur regulatorische Anforderungen, sondern gewännen an Geschwindigkeit, reduzierten Verwaltungsaufwand und verbesserten ihre Servicequalität. „Genau darin liegt der nachhaltige Mehrwert der Digitalisierung.“ ■
Quelle: ZDH / OneQrew / fl