In gefährlichen Situationen ist das Tragen eines Helms von Vorteil. Aber auch der Einsatz eines doppelten Bodens kann sinnvoll sein. Übrigens nicht nur bei Zauberkünstlern, sondern auch bei der Herstellung beeindruckender Meisterstücke. Mit großer Kreativität und technischem Know-how haben kürzlich 15 Spengler im Bildungszentrum Landshut der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz ihren Meisterkurs im Spengler- und Klempner-Handwerk erfolgreich absolviert. Zum Abschluss des Kurses standen sie vor der Herausforderung, entweder den Abschnitt eines Dachs in traditioneller Spenglertechnik zu fertigen oder ein kunsthandwerkliches Metallobjekt eigenständig zu entwerfen und herzustellen. Das zauberhafte Ergebnis: 15 glänzende Unikate aus Metall, die innerhalb von nur 40 Stunden angefertigt wurden.
Fundierte Weiterbildung in Theorie und Praxis
Hinter den Jungmeistern liegen 680 Unterrichtsstunden, in denen sie umfassend in Bereichen wie Betriebsorganisation, Auftragsabwicklung, Fertigung, Montage oder Instandhaltung geschult wurden. Ihre Expertise stellten die Teilnehmer im Fachgespräch unter Beweis, ihr handwerkliches und gestalterisches Können bei der Anfertigung ihres Meisterstücks. Kursbester wurde Jan Fiedler aus Grafing bei
München. Der 25-Jährige fertigte einen Couchtisch an, dessen Innenleben einem Eishockeyfeld nachempfunden ist. Mit dem Spengler-Handwerk hat Fiedler seinen Traumberuf gefunden. Das Schönste daran: „Die abwechslungsreiche Arbeit und die frische Luft.“ Wie es in Zukunft bei ihm weitergeht, steht noch offen. „Erst mal arbeite ich ganz normal auf der Baustelle weiter, um noch mehr Erfahrungen zu sammeln.“
Handwerk mit Zukunft und einem Hauch von Zauberei
Der Spenglerberuf verbindet moderne Technik mit traditionellem Handwerk. Mit dem Werkstoff Metall und handwerklicher Präzision sorgen geschulte Fachkräfte dafür, dass Gebäude wetterfest und nachhaltig geschützt sind. „Spengler leisten einen wichtigen Beitrag zur Klimawende und sind für zahlreiche Zukunftsaufgaben unverzichtbar“, betont Kursleiter Günther Rott. „Entsprechend attraktiv sind auch die Perspektiven, die sich unseren Meisterkurs-Absolventen eröffnen.“ Dem kann BAUMETALL nur zustimmen. „Die hier vorgestellten Meisterstücke sind zauberhaft. Zur Optimierung der Standfestigkeit besitzen manche sogar einen doppelten Boden“, scherzt ein Redaktionsmitglied. Übrigens: Im Oktober 2026 startet der nächste Meisterkurs im Klempner- und Spengler-Handwerk in Landshut.