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RoofCon 2026

Das Dach entwickelt sich zunehmend von der reinen Schutzfunktion hin zu einem aktiven Bestandteil der Gebäudehülle. Photovoltaik, Begrünung, Entwässerung, Energiemanagement, digitale Gebäudetechnik und Monitoring verändern Planung, Ausführung und Betreuung von Dachflächen. Diese Entwicklung war im Juni ein zentraler Themenstrang der RoofCon 2026. Veranstalter war die RoofAcademy, Veranstaltungsort das Firmengelände der Unternehmensgruppe Hanebutt in Neustadt am Rübenberge bei Hannover. Mehr als 200 Unternehmerinnen und Unternehmer aus dem Dachhandwerk nahmen an der ausverkauften Veranstaltung teil.

Das Programm bestand aus zwölf kurzen Impulsvorträgen von Speakern aus der Branche. Neben Führung, Prozessen, Mitarbeitergewinnung, Social Media, Künstlicher Intelligenz und Unternehmensnachfolge stand auch die Beantwortung fachtechnischer Zukunftsfragen auf der Agenda. Damit verband die Veranstaltung betriebliche Organisation mit den technischen Anforderungen an moderne Dach- und Gebäudehüllenkonzepte.

Monitoring als Zukunftsaufgabe

Eine zentrale Frage lautete: Wie sehen Dächer der Zukunft aus und welches Monitoring brauchen Betriebe dafür? Denn je mehr Funktionen Dachflächen übernehmen, desto wichtiger werden Zustandsüberwachung, digitale Dokumentation und klare Wartungsprozesse. Photovoltaik-Anlagen, Gründächer, Entwässerungssysteme und energetische Funktionen müssen nicht nur fachgerecht geplant und ausgeführt, sondern über die Nutzungsdauer hinweg betreut und kontrolliert werden. Neben der Fachtechnik wurde auch der Einsatz digitaler Werkzeuge im Betrieb betrachtet. Künstliche Intelligenz, strukturierte Prozesse, moderne Kundenkommunikation und Social Media können dazu beitragen, Abläufe zu vereinfachen und Betriebe sichtbarer zu machen. Für Dachunternehmen entsteht daraus die Aufgabe, technische Kompetenz und digitale Organisation stärker miteinander zu verbinden.

Unternehmertum bleibt entscheidend

Die RoofCon machte deutlich, dass technische Entwicklungen allein nicht ausreichen. Damit neue Aufgabenfelder wirtschaftlich funktionieren, brauchen Betriebe klare Verantwortlichkeiten, nachvollziehbare Prozesse, qualifizierte Mitarbeitende und eine Kommunikation, die Kunden und Teams gleichermaßen erreicht. Zukunftsfähigkeit entsteht damit aus dem Zusammenspiel von Fachtechnik, Organisation und Führung. Zwischen den Vorträgen bot die Veranstaltung Raum für Gespräche und Vernetzung. Für das leibliche Wohl sorgte die Roofers-Kitchen. Ergänzt wurde das Programm durch eine Tom­bola zugunsten des Deutschen Kinderhilfswerks. Partner der Roof­Academy hatten Preise gestiftet; durch den Losverkauf kamen mehr als 4500 Euro zusammen.

Die RoofAcademy begreift sich als Multi-Tool für Dachunternehmen. Im Zentrum steht das 3+1-Betriebssystem: ein Modulkonzept bestehend aus Marketing & Vertrieb, Recruiting & Führung, Prozess & Digitalisierung sowie Fachtechnik & Weiterbildung. Mitglieder der aktiven Community erhalten Zugang zu Onlinekursen, Workbooks, digitalen Tools oder regelmäßigen Videosprechstunden. Geleitet wird die RoofAcademy von den Dachdeckermeistern Markus Klamann und Michael Zimmermann, der durch seine langjährige Führungsfunktion für den Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH) bekannt ist.

Die nächste RoofCon soll nach Angaben der Veranstalter 2027 stattfinden. Darüber hinaus bietet die RoofAcademy mit den RoofDays kleinere Veranstaltungsformate über das Jahr verteilt an, in denen Dachbetriebe Impulse, Austausch und Praxiswissen erhalten.

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